Grau.

Veröffentlicht: 23. November 2010 in Gedankenmist
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Welch allgegenwärtige Farbe. Seit Tagen begleitet sie mich, morgens wenn es zur Arbeit geht, tagsüber wenn ich aus dem Fenster schaue und abends wenn es wieder zurück nach Hause geht.

Wie stark das Gemüt doch von Farben abhängt. Nicht gedacht. Und trotzdem fühle ich mich nicht als wenn in mir die typische Herbstdepression heran keimt. Nein eher ist mein Leben momentan etwas chaotisch, oder besser ungeordnet. Ich erwische mich nun öfters einfach nur dazusitzen und ins Nichts zu starren. Ohne Gedanken oder Motiv, einfach weil es passiert. Minuten dehnen sich endlos auseinander und trotzdem wird es nicht hell. Die Wolken und das nasskalte Wetter tun alles damit die Dämmerung 12Stunden andauert.

Und doch gibt es kleine Momente der Wärme, ein kurzes Aufreißen des Himmels, ein Sonnenstrahl, vielleicht nur ein Augenblick lang aber doch lang genug damit um mich herum alles still steht. Kein Geräusch, keine Hektik alles vergessen nur für diesen Moment. Ich versuche soviel Licht und Wärme in mich aufzunehmen bevor das Grau wieder die Herrschaft über den Tag zurück erobert.

Ich sitze hier in einer leeren Wohnung und starre auf das einzige Grün, meine treue Pflanze, und erwische doch einen Gedanken:

Nein ich bin nicht befallen vom Leiden des Herbstes, es ist einfach grade nicht viel Schönes hier.

 

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Kommentare
  1. PolaR sagt:

    kennt man

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